Das französische Luxus-Label Hermès begeht in diesem Jahr sein 175. Firmenjubiläum. Zu diesem Anlass initiiert das Unternehmen unter anderem eine Ausstellung in den Burlington Gardens in London, die vom 8. bis 27. Mai 2012 zu sehen ist.
Die Ausstellung „Leather Forever“ widmet sich der historischen DNA des Hauses – edlen Lederwaren, darunter heute legendäre Taschen wie Kelly oder Birkin Bag. Neben historischen und aktuellen Leder-Kreationen von Hermès werden in London auch vier speziell für die Ausstellung angefertigte Hermès-Taschen ausgestellt, die – passend zum 60. Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. – durch das Königreich Großbritannien inspiriert sind. Die „royalen“ Exponate sollen danach für einen Charity-Zweck versteigert werden. Gleichzeitig erlaubt Hermès den Besuchern seiner Werkschau einen Blick hinter die Kulissen – Taschen- und Lederspezialisten des Hauses werden in London ihre Handwerkskunst live und vor Publikum präsentieren.
Accessoires von Hermès – zeitlos und ikonisch
Hermès ist bis heute ein Familienunternehmen – seit 2010 allerdings mit LVMH-Minderheitsbeteiligung – das 1837 von Thierry Hermès in Paris gegründet wurde. Das ursprüngliche Angebot des Hauses bestand in edlen Ledersätteln sowie luxuriösem Pferde-Zaumzeug, die bis heute das Hermès-Portfolio ergänzen. 1880 zog Hermès aus der Pariser Vorstadt in die noble Rue du Faubourg Saint-Honoré, wo sich der Stammsitz des Unternehmens auch heute noch befindet. Etwa zeitgleich begann mit luxuriösen – und entsprechend teuren – Taschen und Lederkoffern die europäische Erfolgsgeschichte der Marke Hermès. In den 1920er Jahren erschienen erstmals auch Handtaschen für Damen im Hermès-Sortiment.
Heute besitzen nicht nur die Hermès-Lederwaren, sondern auch die seidenen und von Hand bedruckten Hermès-Tücher ikonischen Charakter. Die erste Edition der Tücher erschien zum 100. Firmenjubiläum 1937, seitdem kommen jährlich zwölf neue Kreationen der „Carré Hermès“ hinzu, deren Motive häufig aus der Welt des Reitssports stammen.
Prêt-a-Porter-Durchbruch Ende der 1980er Jahre
Bereits seit den 1920er Jahren war Hermès auch im Haute-Couture-Segment aktiv. In den 1970er begann das Haus, sich – zunächst ausschließlich mit Herrenmode – auch im Prêt-a-Porter-Bereich zu engagieren. Der Erfolg kam allerdings erst durch die Verpflichtung der Designerin Véronique Nachanian, die seit 1988 die Herren-Kollektionen von Hermès entwirft. Ebenfalls seit dem Ende der 1980er Jahre gibt es auch eine Hermès-Damenkollektion, für die unter anderem Modeschöpfer wie Jean Paul Gaultier und der belgische Avantgarde-Designer Martin Margiela tätig wurden. Seit 2011 ist der „sensible Außenseiter“ Christophe Lemaire Hermès-Kreativchef für die Damenlinie.
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