Das Home-Office und damit Video-Konferenzen setzen sich in Corona-Zeiten immer mehr durch. Hollywood-Stars und Sternchen beschäftigen für einen Kameraauftritt erfahrene Stylisten und Make-up Artists. Doch mit einigen Tricks wird jeder zum Video-Star, denn der Auftritt vor der Webcam kann die zukünftige Karriere beflügeln. Mit einem Webcam-geeigneten Make-up wirkt man professionell und wird Kunden und Vorgesetzte überzeugen.
Rouge zaubert Frische ins Gesicht
Vor der Webcam wirkt man meist blass, die Haut erscheint rötlich, die T-Zone glänzt unerbittlich und selbst kleine Unreinheiten sind deutlicher sichtbar. Rouge zaubert hier Frische ins Gesicht. Trotzdem sollte man nur einen Hauch von Rouge auf den Wangenknochen verwenden, da es auf dem Bildschirm deutlicher zu erkennen ist und dann unnatürlich wirkt. Helle Rosenholz- und Apricottöne sind deshalb am besten geeignet.
Auch ein Bronzer in natürlichen Tönen wirkt Wunder, um das Gesicht aufzuwärmen. Er wird auf die Konturen aufgetragen. Das ist entscheidend, damit das Gesicht nicht zu flächig wirkt. Gegen den Glanz kann man auf die T-Zone Antishine oder eine Primer auftragen. Die Foundation darf wegen der Kamera deckender als sonst sein, deshalb ist sogar eine Mischung mit Camouflage-Creme möglich. Sie sollte aber trotzdem dem eigenen Hautton entsprechen.
Lippenstift: Weniger ist mehr
Auf glitzernden, glänzenden oder schimmernden Lidschatten oder Lippenstift sollte man vor der Kamera zugunsten eines professionellen Auftritts grundsätzlich verzichten, denn Reflexionen sind für die Kamera ungeeignet. Die Augen rücken vor der Webcam besonders in den Fokus. Kräftige, dunkle Wimperntusche, ein heller Eyeliner auf der unteren Wasserlinie und ein Highlight unter der Augenbraue öffnen die Augen. Der Lidschatten kann dezent sein. Ein Hingucker ist natürlich auch, wenn er die Farbe des Hintergrunds aufgreift.
Auf einen einfarbigen hellen Hintergrund – ein Stück Stoff reicht – sollte man ohnehin nicht verzichten, damit nichts vom Gesicht ablenkt und die Privatsphäre geschützt bleibt. Die Auswahl des Lippenstifts sollte besonders sorgfältig erfolgen, denn vor der Kamera neigt grelles und warmes Rot dazu, auf die Umgebung abzustrahlen und dort einen Rotstich zu erzeugen. Beim Lippenstift ist also weniger hier mehr. Auf einen Lipliner sollte man aber nicht verzichten, damit die Konturen deutlich sichtbar sind und mehr Dreidimensionalität entsteht. Beim Schminken verwendet man einen Vergrößerungsspiegel – trotzdem empfiehlt es sich, das Ergebnis mit der eingeschalten Webcam auch in Zwischenschritten zu kontrollieren.
Vaseline ersetzt professionelle Filter
Beleuchtung ist eine entscheidende Komponente, um ins rechte Licht gerückt zu werden. Sogenannte Softlights sind schon für etwa 20 Euro zu haben und auch für Smartphones geeignet. Allgemein sollte das Licht von vorne kommen, um harte Kanten zu vermeiden. So kann man auch kleine Falten wegzaubern und wirkt entspannt und wach. Abschließend noch ein schneller, aber höchst wirksamer Tipp: Ein ganz klein wenig Vaseline auf die Kameralinse auftragen – dies zeichnet ein weiches Bild und ersetzt sogar professionelle Filter!