Das schwedische Kreativ-Label Acne Studios schreibt seit seiner Gründung 1997 mit urbaner Avantgarde-Mode Erfolgsgeschichte. Acne-Stores gibt es inzwischen in acht internationalen Metropolen, darunter in New York. Im März 2012 hatte Acne angekündigt, neben den bereits bestehenden Dependancen im „Big Apple“ einen weiteren Flagship-Store zu eröffnen.
Letzte Woche bat Acne-Gründer und Kreativ-Direktor Johnny Johansson zum Store-Opening-Event in die 33 Greene Street im New Yorker Stadtteil Soho. Auf rund 370 Quadratmetern Acne-Space gibt es dort ab sofort die Men- und Women-Linien sowie Accessoires der angesagten Marke. Zur Eröffnung trafen sich in Soho zunächst zahlreiche Stars der New Yorker und Stockholmer Kreativen-Szene. Johnny Johansson verteilte – etwas unkonventionell, aber saisongemäß – Wildblumen-Kränze als Kopfschmuck an die Gäste. Wie schon bei früheren Acne-Flagship-Stores hatte er auch diesmal die Inneneinrichtung des Geschäfts entworfen.
Historisch inspiriertes Store-Design
Inspirieren ließ sich Johansson dafür durch die historische Aura von New York ebenso wie durch ästhetischen und visuellen Traditionen Schwedens. In seinem Interieur-Design verband er nach eigener Aussage die in New York „sehr sichtbaren historischen Bezüge“ mit einem explizit „schwedischen Blick auf Umwelt und Geschichte“.
Als Referenzen spielten dabei sowohl die Wurzeln des modernen skandinavischen Designs in der künstlerisch-ästhetisch sehr inspirierten Regierungszeit des schwedischen Königs Gustav III. in den Jahren 1772 bis 1792 als auch die Charakteristik Stockholms als Insellandschaft eine Rolle.
Acne-Resort-Kollektion – Vintage-Looks und Streetstyle-Story
Historisierend gab sich auch die gestern publizierte Acne-Resort-Kollektion 2013, die den normalerweise sehr prägnanten Stil des Labels etwas vermissen lässt. Designer Johnny Johansson revitalisiert mit seiner Cruise Collection sehr offensichtlich Vintage-Trends der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Die Retro-Impressionen der „urbanen Boheme“ jener Zeit werden durch – derzeit in vielen Kollektionen omnipräsente – Printmotive, Schlaghosen, Schnürstiefel oder Layer-Looks zusätzlich verstärkt.
Johansson definierte sein designerisches Konzept allerdings etwas anders – das Thema der Kollektion sei „Kommunikation“, sie erzähle die Story einer jungen Frau aus dem PR-Bereich, die ihre Persönlichkeit über Streetstyles inszeniert. Hinter den Money-Prints auf mehr als einem Look verberge sich die Botschaft, dass unsere Zeit durch Geld geprägt sei.
Kommentiere als erstes!