Die griechisch-britische Designerin Sophia Kokosalaki – Kreativ-Chefin bei „Diesel Gold“ und Gründerin eines eigenen, sehr individuellen Labels – hat für den britischen Online-Händler Asos eine Mode-Kollektion entworfen, die als Debüt einer jüngeren Zweitlinie ihrer Marke konzipiert ist. Die Kollektion trägt den Namen „Kore“ – altgriechisch für „Tochter“ oder „Maid“.
Sie präsentiert sich nicht nur als sehr feminine und fast fragile Mode-Linie, sondern steht ausserdem für das soziale Engagement der Designerin, die mit „Kore“ unter anderem junge Frauen in Sri Lanka unterstützen möchte – die Spitzeneinsätze für ihre Entwürfe werden in einem Fair-Trade-Projekt auf der südasiatischen Insel produziert. Sophia Kokosalaki verbindet ihre Arbeit in der Fashion-Branche generell mit einem sozialen Ansatz und investiert einen Teil ihrer Geschäftserlöse in Sozialhilfe-Programme und Familienprojekte.
„Etwas zurückgeben“ – mit Fashion
Über die Entstehung von „Kore“ sagte die Absolventin der Londoner Designerschmiede „Central Saint Martins College“, dass sie nach einem passenden Partner suchte, um ihre Zweitlinie zu realisieren. Ihre Freundschaft mit der Asos-Womenswear-Direktorin Caren Downie ermöglichte dann den zeitlichen und inhaltlichen Rahmen, um ein Konzept zu entwickeln, das nicht nur auf Business ausgerichtet ist, sondern „uns etwas zurückgeben“ lässt.
Nach einer Reise nach Sri Lanka entschieden sich Sophia Kokosalaki und Caren Downie , mit dem Debüt von „Kore“ die Frauen dort zu unterstützen und gleichzeitig – in der heutigen maschinendominierten Welt – die traditionelle Handwerkskunst zu fördern. Das Projekt ist langfristig angelegt und soll Frauen in Sri Lanka und ihren Familien in Zukunft ein regelmäßiges Einkommen ermöglichen. Sophia Kokosalaki sieht sich mit diesem Ansatz durchaus in einer feministischen Familientradition – auch ihre Mutter, eine Journalistin, hatte sich sehr stark für Frauenrechte engagiert.
Klassisch griechisch – und absolut modern
Sophia Kokosalakis Kreationen für „Kore“ repräsentieren ihre typische ästhetische Handschrift – klassische griechische Silhouetten in einer sehr modernen Interpretation mit handgearbeiteten Details. Die Asos-Kollektion – überwiegend in Schwarz und Weiss mit einigen Ausnahmen in Rot, Blue-Print und Orange – zeigt gleichzeitig die Vielseitigkeit der Designerin. Puristische Etui-Kleider stehen neben weich fallenden, sehr legeren Schnitten, für Hosen-Fans gibt es einen Overall mit Spitzeneinsatz, als Materialien kamen Cotton, gewaschene Seide, Seidenchiffon und die handgefertigte Spitze aus Sri Lanka zum Einsatz.
Den Asos-Onlineshop gibt es seit elf Jahren. Er ist heute der größte unabhängige Online-Versand Großbritanniens und bietet unter anderem Fashion-Labels außerhalb des kommerziellen Mainstreams eine Plattform – übrigens auch in einer deutschsprachigen Version und mit bundesweiter Lieferung. Der erste Teil von „Kore – Sophia Kokosalaki“ erscheint auf dem Portal im Januar 2012, eine zweite Linie folgt im März kommenden Jahres.
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