Die italienische Designerin Alberta Ferretti ist bekannt für ihre elaborierten Looks – Layer-Techniken, Drapierungen und fragile Handmade-Stickereien sind Markenzeichen ihrer Kreationen. Neben ihren jeweils zur Milano Fashion Week gezeigten Ready-to-wear-Kollektionen und einer Denim-Linie entwirft sie unter dem Label „Alberta Ferretti“ exklusive Hochzeits-Kollektionen. Ihre Kleider für den Hochzeitsauftritt benennt sie nach berühmten Filmstars – aktuell standen als Namensgeberinnen unter anderem Greta Garbo und Ava Gardener Pate.
Im „Vogue“-Interview sprach Alberta Ferretti jetzt über ihre Ideen für das perfekte Brautkleid und gab einige Experten-Tipps für seine Auswahl.
„Alberta Ferretti Forever“ – Brautkleider mit „Doppelleben“
In einer Hochzeits-Robe von Alberta Ferretti sollen sich Bräute einzigartig fühlen. Für die Designerin ist der Hochzeitstag – unabhängig davon, ob es die erste, zweite oder dritte Hochzeit ist – DER Tag im Leben einer Frau und immer mit dem Wunsch nach „Ewigkeit“ verbunden. Daher plädiert sie auch dafür, das Brautkleid später als eine „kostbare Erinnerung“ zu behalten.
Ihre Kleider entwirft sie nach eigener Aussage oft mit einem „Doppelleben“ – der Tüll-Unterrock eines Hochzeitskleides kann so später mit einem T-Shirt und passenden Accessoires zum Party-Outfit werden, andere Brautkleider aus ihrem Atelier lassen sich auch nach der Hochzeit gut zu einem besonderen Anlass tragen.
Glamour, Stil, und Weiblichkeit – ohne pompöse Elemente
Aus Sicht der Designerin muss ein echtes Brautkleid Glamour, Stil und Weiblichkeit zum Ausdruck bringen. Vor allem kleine Frauen sind aus ihrer Sicht meist mit langen Roben gut beraten. Ferretti präferiert dabei eher schnörkellose Looks, die nicht „zu pompös“ sind, sondern der Trägerin „etwas Fürstliches“ verleihen. Ebenso glamourös seien jedoch auch kurze Hochzeitskleider, dann mit langer Schleppe und – im Fall einer ihrer Kreationen – mit zarter Stickerei. Etwas stärkeren Frauen empfahl sie statt fließenden Materialen einen Hochzeits-Look aus etwas festerer Seide – beispielsweise ein „Trompeten-Kleid“. Wichtig sei, dass Schnitt und Stoff nicht zu einer „zu schweren Silhouette“ führen.
Farblich präferierte Alberta Ferretti für die Hochzeit schlichtes Weiß, das für Reinheit, aber auch „Magie und Traum“ des Hochzeitstages stehe. Aus dem gleichen Grund ist ihr – insbesondere bei jungen Bräuten – der traditionelle Schleier wichtig. Handschuhe – gern bis zum Oberarm – seien eine sehr stilvolle Ergänzung für viele Hochzeitsoutfits, passen jedoch nicht zu allen Kleidern. Alle anderen Accessoires sollten eher dezent sein. Für den Brautstrauß sind saisonale Blumen ohne langen Stil eine ideale Wahl.
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