Die Coverseiten verschiedener internationaler Ausgaben von „Metro“ zierte heute ein Selbstporträt Karl Lagerfelds. Das Urgestein der Haute Couture war für einen Tag Gast-Editor bei der weltweit größten Tageszeitung. Karl Lagerfelds Themenauswahl reichte von Interviews mit anderen Stars der Fashion-Branche über seine neue Mode-Linie „Karl“ bis zu seinen Pariser Lieblingsrestaurants und der jeweiligen Bestellung. Statt mit den gewohnten Pressefotos illustrierte er die Artikel mit Sketchen aus seiner eigenen Feder.
Die „Karl Lagerfeld“-Edition der Zeitung – mit dem Titel „Die Welt, wie Karl sie sieht“ – gibt es heute im internationalen Pressehandel sowie für etwas längere Zeit auf der Internetseite des Blattes.
Interviews mit Haider Ackermann und Carine Roitfeld
Publiziert hat Karl Lagerfeld heute unter anderem ein Interview mit dem Designer Haider Ackermann, den er schon seit längerem als seinen eigenen möglichen Nachfolger bei Chanel sieht und der im übrigen eine der wenigen Menschen ist, die nicht irgendwann zum Gegenstand der etwas bissigen Ironie des Meisters wurden.
Daneben gibt es weitere Interviews – mit Carine Roitfeld, mit der Sängerin Florence Welch und Silvia Venturini Fendi, der Schmuck- und Accessoires-Chefin des italienischen Modelabels Fendi, für das auch Karl Lagerfeld als Kreativ-Direktor tätig ist.
Kompliment für Michele Obama – und eigentlich auch für Adele
Spannend waren auch die aktuellen Facetten von Karl Lagerfelds Weltsicht selbst. So avancierte Katar – wegen seiner Wolkenkratzer in der Hauptstadt Doha – zum „zivilisiertesten Land im Mittleren Osten“, russische Männer gewinnen in seinen Augen mehrheitlich keinen Schönheitspreis, die derzeit angesagte britische Sängerin Adele hat ein „schönes Gesicht und eine göttliche Stimme“, ist allerdings etwas zu dick, Griechenland und Italien sollten zwar nicht endgültig verschwinden, abstoßend sind ihre Gewohnheiten jedoch allemal.
Ein großes Kompliment erhielt Michelle Obama – die Gattin des US-amerikanischen Präsidenten sei zwar kein Fashion Statement, habe jedoch auch Besseres zu tun. Karl Lagerfeld mag ihr Gesicht und ihr Selbstbewusstsein – Barack Obama wäre ohne sie nicht das, was er heute ist.
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