Tommy Hilfiger überraschte in der Präsentation seiner Damen-Kollektion „Pop Prep“ zur New York Fashion Week mit Pop Art und Camouflage. Schon bei der am vergangenen Freitag präsentierten Herrenlinie war klar: Hilfiger setzt für die Frühjahrs- und Sommersaison 2012 explizit auf Farbe. Bei der sonntäglichen Damen-Schau im Lincoln-Center wurde es ebenso bunt wie bei den Herren, jedoch nochmals um einige Grade verspielter.
Schon im Vorfeld hatte der Designer eine Hommage an die 1960er Jahre angekündigt: Der derzeit generell angesagte Retro-Stil ist das durchgängige Markenzeichen all seiner Kreationen. Die Medien feierten übrigens vor allem die ersten der 42 Outfits – sozusagen Hilfigers „kleine Formen“: Sommerliche Kleider, Hosenröcke und Shorts im Schottenmuster und aus leichten Baumwollstoffen.
Camouflage bis hin zur Bademode
Das Camouflage-Thema aus seiner Männermode griff Hilfiger auch in der Damen-Line auf, diesmal allerdings auf wesentlich fragileren Stoffen – nicht nur auf Cotton, sondern auch auf Seide – und sogar in origineller Bademode, letztere vorn hochgeschlossen, dafür dezidiert rückenfrei.
Seine Tages-Outfits variierten zwischen Hemdblusenkleidern mit langem oder kurzem Arm, Tank-Tops zu weiten Hosen mit gebundenem Knöchelsaum und Ringelstrick-Pullovern. Ein Highlight: Rote Motorradlederjacken mit schmalen Röcken aus dem gleichen Material.
Viele der Modelle sind auf die Herrenlinie abgestimmt – eine Option der Hilfiger-Fans für den nächsten Sommer ist somit ein farbenfroher Retro-Partnerlook.
Abendmode von Tommy Hilfiger: Colourblocking pur
Hilfigers Abendkreationen gaben sich exotisch – und zwar nicht nur in ihrer Farbwahl, sondern auch im Schnitt. Großartig: die zwar absolut verhüllenden, aber trotzdem sehr femininen Kaftane aus Seide, mit breiten Colourblocking-Steifen und klaren Farbkontrasten. Ebenso farbig, attraktiv – und deutlich körperbetonter – waren seine Abend-Overalls.
Begeistertes Feed Back direkt nach der Hilfiger-Schau gab es von zahlreichen Prominenten aus dem Publikum. Bedeckt hielten sich dagegen „Vogue“-Chefin Anna Wintour und ihr ebenfalls äußerst einflussreicher Redakteur Hamish Bowles, die so unbeeindruckt wie unnahbar am Catwalk in der ersten Reihe saßen.
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