Bevor die Bundesliga-Vereine ab heute wieder auf den Platz dürfen, mussten sie sich mit ihren Trikots für die neue Bundesliga-Saison erst einmal einem Mode-Gremium stellen. Eine Jury aus Professoren und Studenten von Designer-Schmieden in Berlin, Düsseldorf und München bewertete die Outfits der 18 Bundesligisten: Das „Sieger-Outfit“ des 1. FC Nürnberg erreichte bei ihnen den ersten Platz in der Trikot-Tabelle. Beim FC Bayern München hat es wie im wahren Fußball-Leben auch hier nicht für die Spitzenposition gereicht – den Beckenbauer-Retro-Look der Münchner positionierten die Mode-Spezialisten lediglich auf dem zweiten Rang. Auf Platz Drei kam Werder Bremen wegen der tollen und trotzdem dezenten Einarbeitung der Vereinsfarben in das leicht figurbetonte Shirt.
Michael Michalsky favorisiert das HSV-Trikot
Demgegenüber offenbarte der Berliner Design-Star Michael Michalsky gegenüber der „Bild“ heute andere Präferenzen – sein eindeutiger Trikot-Favorit sei der HSV, welcher in der Trikot-Wertung der Designer-Schulen nur den zehnten Platz erreichte. Diese bescheinigten dem Shirt mit den feinen Seitenstreifen immerhin einen „interessanten Schnitt“ und angenehme Farben. Michalsky geriet hingegen über das HSV-Trikot regelrecht ins Schwärmen: Sensationelles Design, französisch angehaucht, toller Cut, perfekt integriertes Sponsoren-Logo – ein „sehr, sehr edles“ Teil. Auf Platz Zwei und Drei kommen bei dem Designer der FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg. Der Berliner muss es wissen – nicht nur aus Sicht seiner eigenen Kreationen mit einem Sport- und Streetwear-Fokus, sondern auch aus seinen elf Jahren Designverantwortung beim Sporthersteller Adidas.
Trikot-Absteiger: 1. FC Köln und Augsburg
Den 1. FC Köln verwies die Designer-Jury wegen seines konventionellen T-Shirt-Looks auf den letzten Rang – bei Michalsky kamen die Kölner mit Platz Zehn immerhin ins Mittelfeld. Seine Absteigerliste wird – mit einem „nicht mehr zeitgemäßen“ Outfit – vom FC Augsburg angeführt. Für die Bundesliga-Saison auf dem Rasen wünschte Michalsky vor allem dem 1. FC Nürnberg Glück – nach zehn Jahren in der Stadt schwang dabei durchaus etwas Nostalgie mit, für den HSV prognostizierte er hingegen nur begrenzten Fußball-Lorbeer.
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