Performerin und Burlesque-Ikone Dita von Teese ist derzeit auch in Deutschland auf Promotion-Tour für ihre Kreationen. Gestern Abend präsentierte sie im Privatclub-Ambiente des Berliner Kreativ-Hotels „Soho House“ ihr neues Parfüm „Femme totale“. Ab ersten November kommt ihr Duft in die Parfümerien – die Künstlerin beschrieb ihn als „elegant, sinnlich, glamourös, etwas geheimnisvoll“.
Bei der Idee dafür schwebte ihr ein Parfüm für „starke, selbstbewusste Frauen“ vor – „nichts Süßes“ oder Verspielt-Feminines. Daneben bringt die Künstlerin demnächst eine neue Mode-Kollektion auf den Markt – diesmal keine Lingerie, sondern Vintage-Kleider, die unter dem Namen „Muse Collection“ zunächst in Australien erscheinen.
„Muse Collection“ kommt – hoffentlich – auch nach Europa
Mit der australischen Store-Kette „David Jones“ hatte Dita von Teese bereits ihre Wonderbra-Kollektion realisiert. Diesmal geht es um insgesamt vier elegante, feminine Kleider und einen Trenchcoat im typischen Dita-von-Teese-Stil – mit Wespentaille, eingearbeiteten Korsetts und figurbetonenden Details. Ebenso klassisch wie die Schnitte ist die Farbwahl: Schwarz, Rot und eine Kreation in Rosé. Die Kleider wenden sich nicht nur an superschlanke Frauen – es wird sie in den Größen 34 bis 46 geben. Ab November startet der Verkauf der Kollektion zunächst exklusiv in Australien – über die Vermarktung in Europa und Nordamerika wird derzeit noch verhandelt.
Freundschaft mit Gaultier und frauenfreundliche „Sexyness“
Dita von Teese gilt inzwischen als Burlesque-Ikone. Bekannt wurde sie durch ihre Performance als „Mädchen im Martini-Glas“ ebenso wie durch ihre Kurzzeit-Ehe mit Horror-Rocker Marilyn Manson. Mit Jean Paul Gaultier verbindet sie eine enge Freundschaft – ihr provokanter, körperbetonter Fashion- und Performance-Stil diente dem Star-Designer nicht zuletzt als Inspiration für einige seiner Kreationen, die Dita von Teese ihrerseits auch bei Gastauftritten auf seinen Schauen präsentierte. In einem „Vogue„-Interview vom Anfang dieses Jahres bekannten beide, dass sie sich als „Seelenverwandte“ sehen.
In ihren deutschen Interviews ging Dita von Teese nicht nur auf ihre Produktentwürfe, sondern auch auf Kritiker ein, die ihrer Performance-Kunst Frauenfeindlichkeit unterstellen. Aus ihrer Sicht ist die Körperbezogenheit, für die ihre – im Übrigen sehr ästhetische – Inszenierung steht, nicht frauenfeindlich. Im Gegenteil bestehe der überwiegende Teil ihres Publikums aus Frauen – allerdings solchen, die dabei eine andere Definition von „Sexyness“ erwarten als die Mainstream-Medien benutzen.
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