Auch in Rio findet einmal im Jahr die Fashion Week statt. Wie überall sind es auch hier vor allem die einheimischen Modemacher, die für Furore sorgen.
In nicht wenigen Hinsichten ist Brasilien ein Land der Superlative. Dass nach Sport, Karneval und Musik aber auch die Mode zu jenen Bereichen gehört, in denen Brasilianer wichtige Vorreiterrollen einnehmen können, das hat die jetzt veranstaltete Fashion Week Rio de Janeiro gezeigt. Sie machte außerdem klar, dass Brasilianer mitnichten tagein tagaus im Bikini bzw. in der Badehose umherlaufen. Stattdessen präsentierte sich die junge brasilianische Mode-Avantgarde als unerschrocken, mutig und zukunftsorientiert. Das man einen Großteil der Entwürfe unter normalen Umständen nicht würde trage können, war dabei nur ein Detail.
Haarnest mal anders
Ein schönes Beispiel dafür waren die Kreationen von Walter Rodrigues. Ohne sich zu diesem ästhetischen Hintergrund zu äußern, waren seine Models mit teilweise ausufernden Pflanzenteilen garniert. Äste und Zweige türmten sich über den Köpfen und stellten einen aufregenden Kontrast zu den ansonsten klassisch-eleganten Entwürfen von Herrn Rodrigues dar. Nicht minder kontrastreich gestaltete sich die Präsentation der Modelinie Salina. Sie kombinierte Bademode mit textilen Accessoires, die vieles können, nur eines nicht: die Bademode funktionell zu unterstützen.
Laufende Lampions
Dass auch ein Label namens Acquastudio es sich nicht würde nehmen lassen, Bademoden zu präsentieren, darf schon als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Dennoch hatte das Modehaus durchaus auch andere Modeideen im Kopf. Und so zeigte es futuristische Entwürfe, die mit ihren neo-farbenen Gestaltungen aus den Models laufende Lampions machten.
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